ASCOM faktisch aus Powerline Communication ausgestiegen – PLC Modem-Technik wirtschaftlicher Flopp


ASCOM faktisch aus Powerline Communication ausgestiegen –
PLC-Modem-Technik wirtschaftlicher Flopp

(v. 30.01.2003)

PLC-Modems und PLC-Technik für's sogenannte „Internet aus der Steckdose“ der Firma ASCOM (Hauptsitz in der Schweiz) wird es wohl kaum mehr geben. Wie die Neue Züricher Zeitung auf ihren Wirtschaftsseiten der Ausgabe vom 29. Januar 2003 berichtet, hat ASCOM nach fatalen wirtschaftlichen Verlusten – und die gerade und vornehmlich in der Sparte „Powerline“ – den PLC-Zweig des Unternehmens quasi stranguliert.

Demnach wird ASCOM sogar massiv Belegschaft entlassen müssen, um die Verluste abzustellen und aufzufangen. Nurmehr 10 Mitarbeiter verbleiben in der PLC-Sparte, um den Ausstieg von ACOM aus der PLC-Technik geordnet abzuwickeln.

Hatte noch vor wenigen Monaten ASCOM massiv PLC als nachgerade DIE Techniksparte der Zukunft propagiert, greift nun die Realität. Die Finanziers zwangen das Unternehmen, das „wilde“, unkalkulierbar Geld fressende Engangement quasi zu „beerdigen“. In Deutschland würde nun, nach bekanntem Vorbild der Telekommunikationsbranche, der Vorstandsvorsitzende der AG mit viel, viel Geld abgefunden. Da ist die Schweiz etwas anders.

Fachleute, insbesondere Techniker, hatten sich schon immer gewundert, wieso ASCOM ein „blindes Auge“ für die mit PLC verbundenen Probleme, namentlich die Störproblematik, hatte. Vier Jahre lang, jetzt zog man die Notbremse, um das Unternehmen nicht noch mehr zu gefährden. Aus für das PLC-Geschäft bei ASCOM.

Das wird nun  aucheinige der Großabnehmer in Deutschland treffen. Die habe sich nämlich ebenfalls ohne vernünftige Kalkulation der Risiken des PLC-Engagements auf ASCOM-Technik festgelegt.

Außer Spesen nichts gewesen...


V.i.S.d.P.: Martin Hengemühle, eMail: plc@addx.de